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Wie viele Bläschen befinden sich in einer Flasche Champagner?

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Man schätzt, dass eine 75-cl-Flasche Champagner etwa 49 Millionen Bläschen enthält.
Eine spektakuläre Zahl, die häufig zitiert wird und die Faszination für diesen Schaumwein nährt, deren Ursprung jedoch eine präzise Erklärung verdient.

Hinter dieser Schätzung verbirgt sich ein feines physikalisch-chemisches Phänomen, untrennbar verbunden mit dem champenoisen Know-how, der traditionellen Methode und der Kunst der Verkostung.

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Woher stammt die Zahl von 49 Millionen Bläschen?

Während der zweiten Gärung in der Flasche (prise de mousse) wandeln Hefen etwa 4 Gramm Zucker in Kohlendioxid (CO₂) pro Liter um.
Das Kohlendioxid bleibt aufgrund des Innendrucks, der 5 bis 6 bar erreichen kann, im Wein gelöst.
In diesem Stadium sind keine Champagnerbläschen sichtbar: Das CO₂ ist vollständig gelöst.

Studien der Universität Reims und anderer Labore haben gezeigt, dass eine Flasche Schaumwein bei vollständiger Freisetzung des Gases durchschnittlich 49 Millionen Bläschen erzeugt. Diese Zahl ist theoretisch und variiert je nach Servierbedingungen.

Warum kann diese Zahl variieren?

Mehrere Parameter beeinflussen die Anzahl der Bläschen:

  • Serviertemperatur: Je wärmer der Wein, desto schneller wird CO₂ freigesetzt.
  • – Art und Oberfläche des Glases: Form und Sauberkeit des Champagnerglases beeinflussen die Bläschendynamik.
  • – Rauheit der Glasoberfläche: Mikrokratzer und mikroskopische Fasern fördern die Bläschenbildung.
  • – Druck und Reife des Champagners: Längere Reifung erzeugt feinere und regelmäßigere Bläschen.

Eine überraschende Tatsache: Ein vollkommen glattes und makelloses Glas erzeugt nur sehr wenige Bläschen.

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Die Bläschen sind nicht „bereits vorhanden“ im Champagner

Entgegen einer verbreiteten Annahme entstehen die Bläschen erst beim Servieren, nach einem klar definierten Prozess:

  1. 1. Unter Druck gelöstes CO₂
  2. 2. Druckabfall beim Öffnen: Der Wein wird mit Kohlendioxid übersättigt.
  3. 3. Nukleationspunkte: Mikrokratzer und unsichtbare Partikel lösen die Bläschenbildung aus.
  4. 4. Entstehung und Wachstum der Blase: Gelöstes CO₂ diffundiert in die Mikrotasche, und die Blase wächst.
  5. 5. Aufstieg der Blase: Sie steigt durch Auftrieb nach oben und nimmt weiteres CO₂ auf.
  6. 6. Zerplatzen an der Oberfläche: Dabei werden Mikrotröpfchen freigesetzt, die die Aromen zur Nase des Verkosters transportieren.

Bläschen spielen somit eine zentrale Rolle bei der aromatischen Ausdruckskraft, weit über ihren visuellen Effekt hinaus.

Nicht alle Champagner haben die gleichen Bläschen

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Die Qualität eines Champagners wird nicht an der Anzahl der Bläschen gemessen, sondern an ihrer Feinheit, Regelmäßigkeit und Beständigkeit.

Einflussfaktoren auf die Bläschen:

  • – Niedrige Serviertemperatur: feinere und kontrollierte Bläschen
  • – Art des Glases:
    • Flöte: spektakuläre Bläschen, begrenzte Aromatik
    • Tulpe: Gleichgewicht zwischen Perlage und aromatischer Komplexität
    • Weites Glas: vollständig entwickelte Aromen, dezente Bläschen
  • Hefelagerung: fördert eine feine Perlage
  • – Sauberkeit des Glases: entscheidend für die Bläschenbildung
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Zusammenfassung

  • Eine 75-cl-Flasche Champagner enthält etwa 49 Millionen Bläschen.
  • Diese Bläschen sind vor dem Öffnen nicht im Wein vorhanden, sondern entstehen durch die Physik des Kohlendioxids und die Art des Servierens.
  • Sie tragen ebenso zur Ästhetik wie zur aromatischen Wahrnehmung bei.
  • Bei Laurent-Perrier und im Universum des Champagners stehen Feinheit und Regelmäßigkeit der Perlage über der bloßen Quantität – jedes Detail spiegelt Know-how, Zeit und die Exzellenz der champagnerischen Tradition wider.